Logo der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Dortmund e.V.

Verein | Exkursionen | Projekte | Vorträge | Termine| Neues vom Museum | Impressum

Exkursionsverlauf über die 

Exkursion in das Naturhistorische Museum in Braunschweig inklusive der Dinosaurier- Sonderausstellung
am Samstag, 22. Juli 2017

und

in den Ölschiefer-Steinbruch bei Schandelah sowie das Forschungs- und Erlebniszentrum der Schöninger Spree
am Sonntag, 23. Juli 2017


22. Juli 2017

Das Staatliche Naturhistorische Museum (SNHM) in Braunschweig

wurde 1754 als Herzoglich-Braunschweigisches Naturalienkabinett der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  Heute versteht es sich als Naturkundezentrum über die Braunschweiger Region hinaus. Mit einem Alter von über 250 Jahren gehören die Sammlungen zu den ältesten weltweit. Mit rund 440.000 Objekten (etwa 320.000 Wirbellose, 75.000 Wirbeltiere und 45.000 Fossilien) zählen sie zu den drei größten naturkundlichen Sammlungen Niedersachsens. Insbesondere die Vogelsammlung ist mit mehr als 50.000 Exemplaren eine der umfangreichsten bundesweit und von internationaler Bedeutung. Zudem beinhalten die Sammlungen eine große Anzahl von Typusexemplaren und ausgestorbener Arten.






Sonderausstellung des Staatlichen Naturhistorischen Museums:  Jurassic Harz. Dinosaurier von Oker bis Wyoming


In den 1990er Jahren wurden im Steinbruch Langenberg im Goslarer Ortsteil Oker die fossilen Überreste eines verzwergten Langhalsdinosauriers, auch Sauropoden genannt, entdeckt. Europasaurus lebte hier im Harzvorland im Oberen Jura in einem tropischen Inselparadies, das eher den heutigen Bahamas ähnelte als der Landschaft, die wir heute am nördlichen Harzrand vorfinden. Als Inselbewohner wurde Europasaurus im Laufe seiner Entwicklung immer kleiner, was ihm das Überleben in einem räumlich stark eingegrenzten Habitat überhaupt erst ermöglichte. Ausgewachsen erreichte er lediglich 9 Meter Gesamtlänge, was für einen Sauropoden geradezu „winzig“ ist.
Zeitgleich lebten seine Verwandten auf dem Festland des nördlichen Urkontinents Laurasia, wo einige von ihnen um die 30 Meter lang werden konnten.




23. Juli 2017

Ölschiefersteinbruch in Schandelah bei Braunschweig

Der Ort Schandelah liegt 15 km östlich von Braunschweig. Nordöstlich von Schandelah befindet sich in einem ehemaligen Ölschiefersteinbruch der Geopunkt "Jurameer Schandelah" als naturhistorischer Forschungs- und Erlebnisort. Die Überreste der im frühen Toarcium abgelagerten Sedimente des Jura­meeres liegen hier in versteinerter Form im  Ölschiefer des Norddeutschen Jura dicht unter der Erdoberfläche.Auf dem Gelände des Geopunktes finden seit dem Spätsommer des Jahres 2014 paläontologische Ausgrabungen statt.

Der Förderverein hat mit der Exkursion in die Grube Messel bereits in 2016 eine Ölschiefergrube besucht (siehe Bericht ). Der Jura-Ölschiefer in Schandelah ist noch älter als der Ölschifer des Eozäns in Messel. 






Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Spree

Im Grabungsgebiet auf einem Grabungssockel innerhalb des Braunkohlentagebaus Schöningen wurden 2015 Bruchstücke von Eierschalen entdeckt, die die Vorstellungen von der seinerzeitigen Ernährungsweise veränderten. Die Schalen stammen, wie mikroskopische Untersuchungen ergaben, wahrscheinlich von Eiern des Kranichs (Grus grus), der Stockente (Anas platyrhynchos) und des Singschwanes (Cygnus cygnus).

Weitere prähistorische Fundstücke wurden an der Fundstelle Schöningen geborgen, beispielsweise  ein größeres Rippenfragment und der mehr als 2 m lange Stoßzahn eines Waldelefanten zusammen mit kleinen Knochenfragmenten. Auf den etwa 300.000 Jahre alten Knochen fanden sich Schnittspuren, die auf menschliche Tätigkeit zurückgehen. Sie belegen möglicherweise die Jagd auf diese Tierart. Der nächstjüngere Nachweis fand sich am Fundplatz Lehringen bei Verden, wo sich die Jagd vor 120.000 Jahren nachweisen ließ.



 
 

In direkter Nähe zu dieser bedeutendsten archäologischen Fundstellen der Welt steht das Museum Paläon, das den sensationellen Fundkomplex rund um die ältesten Jagdwaffen der Menschheit - die Schöninger Speere - präsentiert.

Im Gläsernen Labor des Paläon können die Besucher den Wissenschaftlern bei Ihrer Arbeit über die Schulter schauen.


Alle Fotos: SNHM Braunschweig

Exkursionsverlauf


Die Stadt Dortmund bietet einen Kleinbus an,  der von einem  Mitarbeiter des Museums gefahren wird. Die Personenzahl ist auf 9 Mitfahrer begrenzt. 

Samstag 22. Juli 2017
1. Abfahrt am Naturkundemuseum in Dortmund: 8.00 Uhr
2. Ankunft in Braunschweig
3. Besuch und Führung "Hinter den Kulissen" durch das Kulturhistorische Museum Braunschweig
4. Kaffeepause
5. Besuch der Sonderausstellung  "Jurassic Harz. Dinosaurier von Oker bis Wyoming"
6. Danach Fahrt zum Hotel und Abendessen
7. Nachtwächterführung durch die Altstadt Braunschweigs

Sonntag 23. Juli 2017
1.  Besuch der Ölschiefer-Ausgrabungsstätte Schandelah
2.  Besuch des Paläon-Museums in Schöningen (nordöstlich von Braunschweig) mit Führung: "Hinter den Kulissen" und
    Besichtigung des Grabefeldes im Braunkohlegrube
3. Rückfahrt 

Für die Nacht vom 22. Juli 2017 auf den 23. Juli 2017 werden Zimmer in einem Hotel in Braunschweig gebucht.  

Die Kosten für die Eintritte, Führungen und Benzinkosten werden auf alle Teilneher umgelegt. Die Koste betragen ca. 60,- € pro Person.  Die Kosten werden mit der Anmeldung angefordert und sind zu überweisenauf das Konto des Fördervereins, Kto. Nr. DE81 4405 0199 0291 0180 68 bei der Sparkasse Dortmund

Kosten für Hotel, Essen und Trinken werden von jedem Teilnehmer selbst vor Ort bezahlt.

Selbstverständlich können auch indivuduelle Fahrgemeinschaften gebildet werden bzw. kann individuelle Anfahrt erfolgen.

Anmeldungen bitte vorzugsweise per mail  bei

Dr. Klaus Stinshoff
Wilhelmstraße 30
44137 Dortmund
klaus.stinshoff@gmail.com

Letzte Änderung: 16.07.2017