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  Ein Abend-Spaziergang durch den Dortmunder Zoo
am 16. Februar 2018

Ein Abendspaziergang im Dortmunder Zoo bietet die Möglichkeit, den Zoo nach Toreschluss zu besuchen und die Besonderheit der Atmosphäre der Zoo-Dämmerung und die Besonderheit  des Verhaltens einiger Tiere in der Dunkelheit zu erleben.  Diese Atmmosphäre ist subjektiv nicht zu beschreiben, man muss sie vor Ort selbst genießen.  Auch der Führer der Exkursionsgruppe, Herr Jörg Droste, erlebt diese Atmosphäre immer wieder neu. 

   
  

Alle Abendführungen sind auf einen festen zeitlichen Verlauf eingeschränkt. Entsprechend können nicht alle Tiere beobachtet werden. Herr Droste konzentrierte sich auf Tiere, die in der Dämmerung aktiv sind. 


Das Trampeltier oder das zweihöckerige Kamel stammt aus Asien. Wilde Herden gibt es nur noch in der Wüste Gobi, Tiere aus anderen asiatischen Regionen sind mehr oder weniger domestiziert. Das zweihöckerige Kamel hat sich ggf. aus dem Dromedar, dem einhöckerigen Kamel entwickelt. Kamele mit Höckern sind die Altweltkamele. Den Kamelen ohne Höcker, den Neuweltkamelen der Lamas, begegnet die Exkursionsgruppe zu einem späteren Rundgang-Zeitpunkt.

Im Dortmunder Zoo leben fünf Trampeltiere. Von den zwei männlichen Tieren ist immer einer zwecks der Vermeidung von Streitigkeiten isoliert. Alle Tiere haben Namen und verstehen diese Namen.

Das Foto links zeigt Ute  nachtaktiv und rechts tagaktiv



Das Weißschwanz-Stachelschweine kommt in Teilen Asiens und Südeuropas vor. Die Tiere gehören mit Körperlängen von bis über einen Meter und einem Gewicht von 11 bis 18 kg zu den größten Vertretern der Nagetiere weltweit.Die Stacheln auf dem Rücken und am Schwanz sind verhornte Haare insbesondere aus Keratin . Diese Stacheln werden passiv (durch rasseln) und auch aktiv (das Tier läuft rückwärts auf den Feind zu)  gegen potenzielle Feinde eingesetzt. Die Tiere sind generell nachtaktiv und ernähren sich von Pflanzenteilen.
Das Foto links zeigt das nachtaktive Tier, das Foto rechts das tagaktive: es ist nicht zu sehen.


Der Dortmunder Zoo beteiligt sich am Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramm für Sumatra-Urang-Utans und kann diesbezügliche Erfolge vorweisen. Das innere des Hauses für die Orang-Utans, die gemeinsam mit einem Schabrackentapir leben, ist ausgesprochen freundlich auf die Orang-Utans abgestimmt. Im Außenbereich wird derzeit- wie in vielen anderen Bereichen des Dortmunder Zoos - umgebaut.
Das Foto links zeigt das Spielhaus, das nachts von Walter -dem größten Tier - belegt ist. Andere werden nicht geduldet. Das Foto rechts zeigt die tagaktive Toba bei der intelligenten Suche nach Leckerein. Der kleine Yenko fängt die Leckereien auf.


Der Amur-Leopard ist eine besonders stark gefährdete Unterart der Leoparden. Im Freiland leben nur noch 75 erwachsene Tiere!
Das Tagfoto links zeigt das Revier des Amur-Leoparden. Der Leopard ist nicht zu sehen. Nachts ist er gesichtet worden.

Das Tagfoto rechts zeigt das  Revier der Luchse. Nachts ist einer gesichtet worden. Wenn sich ein Luchs tagsüber nicht bewegt, besteht keine Chance, ihn zu sehen.

Wie auch in anderen Bereichen des Zoos hat der Sturm Friederike windanfälligen Baumbestand zum Einsturz gebracht. Aber diesmal fiel kein Baum so, dass ein Tier verschwinden konnte. So wie ein Luchs nach dem Sturm Kyrill.


Der Zoo in Dortmund ist weltweit bekannt für seine Zucht von Ameisenbären und der diesbezüglichen Gattung der Tamanduas. Dortmund ist inoffiziell Welthauptstadt der Ameisenbären. Kaum ein Tier in Zoos weltweit hat kein Gen eines Tieres aus dem Dortmunder Zoo in sich. Bedroht ist die Tierart nicht. Für die Tiere im Zoo musste eine spezielle Nahrung entwickelt werden. Auch im Freiland sind die Ameisenbären wählerisch. Von 250 Ameisenarten in Brasilien sind z.B. nur 7 Arten genehm. Die anderen zwicken zu sehr.Der Bauplan der Ameisenbären existiert jetzt schon seit Millionen von Jahren. Das beweist z. B. ein 1974 in der Grube Messel gefundenes Fossil "eurotamandua", das im Senckenbergmuseum ausgestellt ist (siehe Exkursion des Fördervereins in die Grube Messel und in das Senckenberg-Museum in Frankfurt).

Im Haus der Ameisenbären leben auch das Gürteltier Kasimir und das Zweizehen-Faultier Julius. Julius ist schneller als man denkt. Er ist der Star der Mittagsfütterung (täglich 12.00 Uhr) und er genießt das Bad in der Menge.


Dortmund zeichnet sich aus durch Zucht der Ringelschwanz-Felsenkängurus, die in ihrem Bestand durch Verdrängungsprozesse gefährdet sind.

Auch Felskänguruhs werden gehalten und gezüchtet. Felskängurus sind nachtaktiv und verbringen den Tag in Höhlen oder Felsspalten versteckt.


Ein Teil des  Reviers der Känguruhs kann im Dortmunder Zoo durch spezielle Schleusen begangen werden.


Das waren einige Stationen der abendliche Zoo-Begehung. Viele detaillierte Informationen über den Zoo und die Tiere wurden von Herrn Droste vermittelt, nur die einprägsamsten sind oben wiedergegeben.

Einige weitere Tierstationen auf dem Rundgang:

Danach zwang die fortgeschrittene Uhrzeit zur Beendigung der interessanten Exkursion, die viel, aber bestimmt nicht alle  Geheimnisse der Tierwelt vermittelt hat.

Facit der Exkursion: Der Besuch des Zoos in Dortmund ist jederzeit einen Besuch wert. Tag und Nacht.

 


               


Einige Weblinks
Der Zoo in Dortmund
Die Zoofreunde in Dortmund
 
 

Letzte Änderung: 04.03.2018