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Eine Mammutkuh für das Naturkundemuseum Dortmund

Noch in der jüngeren Dryas-Kaltzeit (10.700-9.700 v. Chr.) lag der südliche Teil des Nordseebeckens, das Doggerland, trocken. Doggerland und die norddeutsche Tiefebene, die sich bis nach Dortmund erstreckt, waren zu der Zeit eine offene Tundra. Unter den Tieren, die die Tundra belebten, war das imposante Wollhaar Mammut das größte. Das Skelett eines solchen Tieres in Dortmund auszustellen, hier, wo es noch vor 10.000 Jahren gelebt hat, wäre natürlich ein besondere Attraktion für das Naturkundemuseum. Es wäre das Highlight der neuen geowissenschaftlichen Dauerausstellung des Museums, und das Skelett einer Mammutkuh wäre in Europa einzigartig. Um dieses Highlight zu realisieren, hat das Museum unter der Leitung von Frau Dr. Möllmann das Mammut-Projekt initiiert. Komplette Mammutfunde sind vor allem aus dem Permafrost von Sibirien bekannt; einzelne Knochen, Schädel und Stoßzähne werden jedoch in großer Zahl als Fossilien auf dem Grund der Nordsee gefunden, eben in jenem Gebiet, das zu Zeiten des Mammuts als Doggerland sein Lebensraum war.

Auf das Bergen solcher Fossilien aus der Nordsee hat sich die niederländische Firma North Sea Fossils spezialisiert. Allerdings ist es mit der Bergung der Knochen nicht getan. Das Skelett muss in mühevoller Kleinstarbeit aus den Knochen verschiedener individueller Tiere zusammengesetzt werden. Diese Vorgehensweise ist sehr arbeitsintensiv und zeitaufwendig. Dabei wird vor allem darauf geachtet, daß die Knochen nach Alter, Größe und Geschlecht zusammen passen. Mit der North Sea Fossils, zu deren Team unter anderem der wissenschaftliche Berater Dick Mol, einer der weltweit führenden Mammut-Experten, und der Präparator Remy Bakker gehören, hat Frau Dr. Möllmann Kontakt aufgenommen. North Sea Fossils wird für das Dortmunder Naturkundemuseum das Skelett eines Mammutweibchens erstellen, das zu 95% aus Originalknochen besteht. Die fehlenden Knochen werden rekonstruiert und in das Skelett eingefügt.

     
Fotos: Hans Wildschut, NL

Inklusive Transport und Aufbau wird das Mammutskelett 150.000 EUR kosten. Diese Summe steht dem Museum bereits zur Verfügung: Die Dortmunder Sparkasse hat zum Ankauf des Mammut-Skelettes uns, dem Förderverein, eine Spende in Höhe von 100.000 EUR zur Verfügung gestellt und weiterhin das Museum mit 50.000 EUR gesponsert.

Über die äußerst großzügige Unterstützung durch die Dortmunder Sparkasse hinaus hat der Förderverein im letzten Jahr zusammen mit der Werbeagentur eli eine Aktion gestartet, um auf das Mammutprojekt aufmerksam zu machen. Dazu sind eine Reihe von Objekten (ein Plüschmammut mit weichem Wollhaar und lustige Mammut-Aufkleber, eine kleine Taschenlampe, die eine Mammut-silhouette projiziert, und ein spannendes Ausgrabungsset) entwickelt und hergestellt worden, die in unserem Museumshop und andere Verkaufsstellen vertrieben werden. Diese Mammutaktion wird zur Wiedereröffnung des Museums in zwei Jahren wieder in den Vordergrund rücken. Dann werden sicher auch die Reportagen des WDR, die Kauf und Erstellung des Mammutskelettes dokumentieren, Mammutskelett und Museum bekannt machen.

Weblinks:

Doggerland (Wikipedia)

In den Doggerbergen auf Mammut-Jagd  (NWZ online, 20.01.2011)
"Vor 10 000 Jahren war die heutige Nordsee zum größten Teil eine arktische Steppe In der Eiszeit war es durchschnittlich nur fünf Grad kälter als heute. Doch die Welt sah ganz anderes aus."

Ein Mammut kommt nach Dortmund (ruhrachrichten.de)
Das mühsame Spendensammeln ist beendet: Die Sparkasse finanziert als Großsponsor die Anschaffung eines Mammut-Skeletts, das ab 2016 neue Attraktion des Naturkundemuseums am Fredenbaum werden soll. Ein prähistorischer Stoßzahn ist in Dortmund schon angekommen.

Mammut-Skelett ist auf dem Weg nach Dortmund (derwesten.de)
Das Dortmunder Naturkundemuseum steht vor einer Mammutaufgabe: Ein Skelett dieser prähistorischen Tierart soll eines der Highlights des umgestalteten und neu konzipierten Museums werden. Ein Stoßzahn ist schon angekommen, der Rest des Skeletts soll bald folgen und ab 2016 zu bestaunen sein.


Letzte Änderung: 08.12.2016