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Dortmunds Urzeit 


Totensontag vor 300 Millionen Jahren
präsentiert in den Pflanzenschauhäusern des  Botanischen Gartens Rombergpark in Dortmund
am 25. November 2018

Der Förderverein des Naturkundemuseums Dortmund war wieder mit einem Stand vertreten.

 

Mit diesem Werbeplakat wurde im Vorfeld auf die Veranstaltung hingewiesen:

   
     

       

Vorbereitung ist alles.  Der Förderverein des Naturkundemuseums errichtete seine Stände im Sukkulentenhaus, einem der vier  Pflanzenschauhäuser des Botanischen Gartens. Sieht das Ensemble der vier Pflanzenschauhäuser von oben wie eine Eidechse aus? Google-Earth verrät es: nein. Aber es ist geplant. Dr Knopf berichtete darüber anläßlich seines Rundganges  mit dem "Geist von Brünninghausen", der tagsüber zu spüren war und der sich abends in Form der "Freifrau Caroline von Boeselager", der Gattin Gisberts von Romberg 1, offenbarte. Caroline war überrascht, dass Dr. Knopf so viel über Pflanzen wußte, obwohl doch eigentlich nur ihr "Freund", der Botaniker Aimé Bonpland, Begleiter von Aleander von Humboldt, extremes Wissen über über Pflanzen vermittelte. Dokumentiert von Alexander von Humbold und von Bonpland selbst, z.B. in seinem Herbarium. Dieses Herbarium ist vergleichbar dem, was Xylotheken zur Dokumentation von Bäumen sind.
Die Pflanzenschauhäuser bleiben ein weiteres spannendes Projekt des Botanischen Gartens Rombergpark. Die vorhandenen Häuser stehen unter dem Denkmalschutz der Stadt Dortmund (siehe auch "Rundgang durch das geographische Arboretum des Botanischen Gartens Rombergpark") . Das kann Vorteile und Nachteile haben. In jedem Fall  strahlen die Tragstrukturen und insbesondere die Glasplatten des Hauses ein architektonisches Flair aus.

Die Temperatur  im Sukkulentenhaus war auf ca. 13 °C herunter gefahren. Die Kakteen befinden sich in Winterruhe. Warme Kleidung für die ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins des Naturkundemuseums war Pflicht, die Pflanzen haben absoluten Vorrang. Warum wurde trotzdem morgens gegossen? Das Sukkulentenhaus bietet einen Gang durch die Kontinente Afrika und Amerika (Nord, Mittel, Süd) an (aber bitte immer nur vom Hauptweg aus betrachten).  Wesentlich links Afrika, wesentlich rechts Amerika mit seinen Kakteen. Die  es in Afrika nicht gibt. Darum benötigen einige Sukkulenten auch im Winter Wasser.

Der Förderverein hatte seine Stände vor den Vitrinen im Sukkulentenhaus aufgestellt, die einen besonderen Hintergrund für die Stände lieferten: In  einer Sonderausstellung stellt Dr. Knopf rund um die Vitrinen eines seiner Lieblingsthemen aus: Die Pflanzen der Seychellen. Imponierend die Samen der Seychellenpalme. Die Seychellenpalme (Lodoicea maldivica), auch Seychellennuss genannt, ist eine endemische Palmenart, die nur auf den Seychellen vorkommt. Ihre Samen sind die größten des Pflanzenreichs. Exponate in der Sonderausstellung liefern ein eindrucksvolles Beispiel. 


 


In der Zeit des Karbons war die Erde übersäht von Pflanzen. Im Oberkarbon entstanden riesige Sumpfwälder. Baumwüchsige Bärlappgewächse wie Schuppenbäume (Lepidodendren) und Siegelbäume (Sigillaria) erreichten in 10 Jahren Höhen bis zu 40 m. Durch häufige Wasserabdeckung und das Fehlen von holzabbauenden Pilzen sammelte sich immer mehr organisches Material an, geriet irgendwann unter die Erde und der Inkohlungsprozess setzte ein. Fossilen erzählen die Geschichte dieser Zeit.  Die Austellung des Botanischen Gartens Rombergparks umfasste im Wesentlichen diesbezügliche Fundstücke aus der Region um Dortmund, die des Fördervereins des Naturkundemuseums Fundstücke aus dem Piesberg bei Osnabrück.



Neben Fossilien aus dem Piesberg bot der Förderverein des Naturkundemuseums Dortmund wie üblich Mineralien aus aller Welt, aber Wesentlich eigene Funde aus dem Raum NRW, an. Einige besonders schöne Achate konnten bewundert werden.

Wie üblich hatte Inuschka Schuppert einen Tisch mit Samen eingerichtet, die unter dem Stereo-Mikroskop betrachtet werden komnnten. Die Samen sind aus den Blüten hervorgegangen, deren schöne Vergänglichkeit in der Fotoausstellung von Paul Marx zu sehen waren und die in einem im Kalender jeden Tag des Jahres 2019 weiterhin bewundert werden können.

Die Samen selber sind dann auf sich allein gestellt. Aber sie haben Gene und Nährstoffe mitbekommen, um sich durchzusetzen. Darüber konnte Inuschka Schuppert viel berichten. Das Foto rechts zeigt eine von ihr demonstrierte  Frucht einer sogenannten Scheiben-Nuss (Cyclocarya paliurus).

 



Einige weitere Impressionen aus der Ausstellung:



  
       



Web-Links

"Rundgang durch das geographische Arboretum"

Die pflanzlichen Fossilien des Piesbergs

Die tierischen Fossilien des Piesbergs

Der Weg zum Fotokalender über verblühte Pflanzen

Xylotheken

Sukkulenten


   

Letzte Änderung: 01.12.2018